Windenstart

Demonstration Bildwechsel über Imagemap

Die Bilder werden vorgeladen. Bitte einen Moment warten.

Blick aus dem Segelflugzeug zu Beginn des Windenstarts
Schematische Darstellung des Windenstarts

Zur Erläuterung

Zweck der Übung

Mit diesem frühen Unterrichtsbeispiel wollte ich meinen damaligen Teilnehmern zeigen, dass man mit einer Imagemap mehrere Bilder gleichzeitig und dabei auch das Imagemap-Bild selbst wechseln konnte.

Zeitliche Einordnung

Diese Demonstration ist eine der ältesten aus meiner Unterrichtstätigkeit. Damals entstanden die ersten deutschen Webhoster. Damit wurde es möglich, relativ unkompliziert private Webseiten im Internet zu veröffentlichen.

Einbindung der Bilder

Wer sich über die relativ kleinen Bilder wundert: Es handelte sich ursprünglich um Papierfotos, die für die Verwendung im Web mit den damals häufig verwendeten 72 dpi eingescannt wurden. Größere Bilddateien hätten bei den seinerzeit üblichen Bildschirmauflösungen und langsamen Internetverbindungen kaum einen Vorteil gebracht.

Auch das Dateiformat der Aufstiegssequenz ist zeitlich bedingt. Ich wählte das GIF-Format, weil ich unbedingt transparente Bildbereiche benötigte. Das PNG-Format war damals gerade erst veröffentlicht worden und im Web noch so gut wie unbekannt.

Der Nachteil des GIF-Formats besteht darin, dass es nur eine einfache Transparenz ermöglicht: Eine Farbe der auf höchstens 256 Farben begrenzten Farbpalette kann vollständig transparent dargestellt werden. PNG-Dateien können dagegen 16,7 Millionen Farben sowie einen Alphakanal verwenden, der auch teiltransparente Pixel und dadurch sehr weiche Übergänge ermöglicht.

Technische Realisierung der Fotos

Ich bin seit Ende der 80er-Jahre Segelflieger und besitze eine SB 5 b, ein Segelflugzeug mit V-Leitwerk. Diese Konstruktion brachte mich irgendwann auf die Idee, eine Kamera auf dem Rumpf hinter dem Cockpit zu montieren und, anders als andere Luftfotografen, nach hinten statt nach vorn zu fotografieren.

Dazu baute ich mir ein Stativ, das ich auf der Abdeckung zwischen den Tragflächen montierte. Digitalkameras und Bluetooth waren damals noch kein Thema. Daher befestigte ich auf dem Stativ eine Spiegelreflexkamera mit Film und legte einen Druckluftschlauch für die Fernauslösung außen am Rumpf entlang bis durch das seitliche Cockpitfenster. Mit etwas Klebeband befestigt und dem Auslöser im Cockpit konnte es losgehen.

Während des Starts hielt ich die rechte Hand am Steuerknüppel und in der linken Hand den Auslöser, mit dem ich während des Aufstiegs etliche Fotos nach hinten schoss. Man muss dazu erwähnen, dass ein Segelflugzeug bei einem Windenstart in etwas mehr als einer Sekunde 100 km/h erreicht! Da man beim Windenstart jederzeit mit einem Seilriss rechnen muss, hielt ich mich bereit, den Auslöser fallen zu lassen, um notfalls die linke Hand für das Betätigen der Bremsklappen frei zu haben.

Ein wenig geschwitzt habe ich allerdings aus einem anderen Grund:

Die Kamera gehörte meinem Bruder, und ich lieh sie mir mit den Worten:
„Darf ich mit deiner Kamera mal ein paar Flugplatzaufnahmen machen?“

Obwohl ich in Erstausbildung den Beruf des Maschinenbauers gelernt habe, blieben beim Anblick der Kamera auf dem Flugzeug gewisse Restzweifel.

Zur Erleichterung stellte sich heraus, dass meine Eigenkonstruktion alltagstauglich war. Der Flug verlief einwandfrei und auch die Landung auf der rumpeligen Graspiste steckte das Stativ problemlos weg.

Bilder auf Negativfilm mussten damals noch ins Fotolabor gebracht werden, die Entwicklung dauerte oft mehrere Tage. Dummerweise gab man meinem Bruder die Fotos mit, als er seine eigenen aus dem Fotogeschäft abholte. So bekam er meine „Flugplatzaufnahmen“ zu sehen.

Er war „not amused“...

Erstellungsdatum

Diese Programmdemonstration wurde im November 1996 von Gerd Schiefer erstellt.